Sehtest, Gesichtsfeld, HRT, GDX, OCT, Pachymetrie, TDK

Sie sind nun zum zweiten- oder vielleicht drittenmal beim Augenarzt. Aufgrund der Diagnose Glaukom wird der Spezialist vielleicht zuerst einen

Sehtest

machen. Dazu lesen Sie große und kleine Buchstaben auf weite Entfernung sowie in der Nähe. Mit diesem Test lässt sich auch feststellen, ob und welche Art von Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen) sie vielleicht brauchen.

Auch die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)

ist eine wertvolle Untersuchung. Dazu kommen Sie in einen abgedunkelten Raum und nehmen vor einer Vorrichtung Platz, die wie eine offene große Halbkugel aussieht. Auch dort stützen Sie Ihr Kinn auf und lehnen die Stirn an. In der Mitte der schwach ausgeleuchteten hohlen Kugel befindet sich ein heller Punkt oder Kreis, den Sie bei dieser Untersuchung jeweils mit einem Auge fixieren müssen. Das andere Auge wird einstweilen zwecks besserer Konzentration abgedeckt. Sie bekommen einen Druckknopf - der aussieht wie ein Kugelschreiber - in die Hand und werden angewiesen, ihn nur dann zu drücken, wenn sich in der Kugel folgendes tut:

Aus unterschiedlichen Richtungen taucht kurz nacheinander ein verschieden heller und großer Punkt auf, den Sie an sich gut sehen, trotzdem Sie Ihr Auge starr auf den Fixkreis in der Mitte richten. Sobald Sie diesen aufleuchtenden Punkt sehen, drücken Sie den Knopf, es piepst kurz, so wissen Sie, sie haben gedrückt.
Der Vorgang pro Auge dauert ca 10 Minuten und erfordert lediglich Ihre Konzentration. Mit dieser Gesichtsfelduntersuchung kann der Arzt erkennen, ob Sie noch rundum sehen können oder ob Ihr Blickfeld bereits in irgend einer Form eingeschränkt oder durchbrochen (wie ein ganz feines Sieb) ist. Wenn es so ist, müssen Sie selbst das gar nicht wahrnehmen. Kleinere Ausfälle sowie eine geringfügige Sehverschlechterung gehen in den meisten Glaukomfällen so langsam vor sich, ohne dass man diese Veränderungen registriert.

HRT (Heidelberg Retina Tomographie)

Eine Laserkamera tastet auf der Netzhaut den Bereich um den Sehnerv ab und erstellt dabei dreidimensionale Bilder. So kann der Arzt das Glaukom anhand von mehreren HRT-Untersuchungen schon im Frühstadium erkennen und im Laufe der Zeit die Ergebnisse vergleichen. Diese Untersuchung ist völlig schmerzlos, dauert in etwa 10 Minuten und wird mit ungefährlichen Laserstrahlen durchgeführt.

GDx (Nervenfaser-Analyse)

Bei dieser Untersuchung wird eine genaue Vermessung der Nervenfaserschicht-Dicke ermöglicht. Es handelt sich dabei um eine schnelle und für Sie schonende Untersuchung im Non-Contact-Verfahren was heißt, ihr Auge wird dabei nicht berührt. Das Gerät misst die vorhandene Faserschicht, die direkt vom Glaukom geschädigt wird und anders nicht objektiv sichtbar zu machen ist.

OCT (Optische Kohärenz Tomographie)

Mit dieser Technik werden Bilder des Augenhintergrundes mittels Laser in hoher Auflösung aufgenommen. So kann exakt die Dicke der Netzhaut und die Aushöhlung des Sehnerven in verschiedenen Bereichen dargestellt werden.

Hornhautdickemessung (Pachymetrie)

Bei einer Hornhaut, die sehr dünn ist, wird ein zu niedriger, bei einer die dicker als 0,55 mm ist, ein zu hoher Augendruck angezeigt. Diese Untersuchung ist berürungslos und schmerzfrei.

TDK (Tagesdruckkurve)

Über den Tag verteilt - meist 3 - 5 mal zwischen 8 und 20 Uhr - wird der Augendruck gemessen. Die Ärzte wollen mit dieser Untersuchungsmethode sehen, ob Ihr Druck zu einer bestimmten Tageszeit steigt, fällt oder gleichbleibend ist.
Da so ein Tag recht lang werden kann, liest man am besten ein Buch, handarbeitet, geht zwischendurch zu Freunden oder bummelt einfach durch die Gegend. Wenn man nahe genug wohnt, rentiert sich auch nach Hause zu gehen/fahren.


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Letztes Update 16. Februar 2012
© by Burgi Bänder, Wien